Hochtemperaturfette

Hochtemperaturfette – wenn Hitze zur Herausforderung wird

Als Spezialschmierstoffhersteller bietet Völkel eine umfangreiche Reihe innovativer Hochtemperaturfette mit herausragender Leistung für alle Anwendungen. Unsere Spezialschmierstoffe beherrschen eine weite Spanne von erhöhten bis sehr hohen Betriebstemperaturen in einem Bereich von +140 °C bis +300 °C. Bei einer ausreichenden thermischen Reserve zu den vorliegenden dauerhaften Anwendungstemperaturen, ist eine außerordentlich lange Gebrauchsdauer gewährleistet. Unsere Fette garantieren einen verdampfungsarmen, thermisch und mechanisch hochstabilen Schmierfilm, schützen Bauteile selbst bei hohen Lasten optimal vor Korrosion, Verschleiß und vorzeitigem Ausfall. Die speziellen Hochtemperaturfette von Völkel entfalten auch unter schwierigsten Bedingungen langanhaltend ihre volle Leistungsfähigkeit. Für alle denkbaren Betriebs- und Umgebungsbedingungen bieten wir thermisch passende Spezialschmierstoffe. Diese halten extremen Betriebstemperaturen Temperaturschwankungen bei zeitgleich hohen Lagerdrehzahlen sowie stoßartigen Druckbelastungen zuverlässig stand.

Verdampfung oder Zersetzung – wenn Schmierfette die Leistungsgrenze erreichen

Viele unserer Hochtemperaturfette haben eine H1-Zulassung und sind speziell für die hohen Anforderungen der Lebensmittelproduktionen und Erstausrüstung konzipiert. In der Nahrungsmittel- und Medizintechnik müssen die Spezialschmierstoffe besonders leistungsstark und hygienisch absolut sicher sein. Selbst bei hohen Prozesstemperaturen von mehr als +250 °C, zum Beispiel in Backöfen, ist ein verdampfungsarmes Verhalten der Fette zum zuverlässigen Schutz vor Produktkontaminationen und zum Schutz der Produktionsmitarbeiter besonders bedeutsam. Dasselbe gilt selbstverständlich auch für alle Non-Food-Produktionen mit hohen Betriebstemperaturen.

Unsere Hochtemperaturfette

Schmierfette | Hochtemperaturfett | Temperaturen bis 180° C

ProduktLebens­mittel­iconGrundöl / Chemischer AufbauKenndatenEigenschaften

Schmierfette | Hochtemperaturfett | Temperaturen bis 220° C

ProduktLebens­mittel­iconGrundöl / Chemischer AufbauKenndatenEigenschaften
Bezeichnung

HEVOLIT SFG 700 SPEZIAL
Grundöl / Chemischer Aufbau
Syntheseölgemisch
Spezielle Komplexseife
120mm²/s
Gebrauchstemperatur -30°C bis +200°C / +230°CEigenschaften

Neuartiges, feststofffreies Hochtemperaturschmierfett mit exzellentem Korrosions- und Verschleißschutz. Besitzt ein enormes Lasttragevermögen selbst bei höchsten Temperaturen. Absolut stabil auch bei Einfluss von Laugen, Heiß- oder Kaltwasser oder ähnlichem.
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Bezeichnung

HEVOLIT PHS 500-1
Grundöl / Chemischer Aufbau
Mineralöl
Polyharnstoff
bei +40°C 500mm²/s
+100°C 56mm²/s
Gebrauchstemperatur -20°C bis +180°C / +210°CEigenschaften

HEVOLIT PHS 500-1 ist ein sehr stabiles Hochtemperatur-Langzeitschmierfett für tribologisch hochbelastete Bauteile. Die Basis bildet ein spezielles hochviskoses Grundöl, welches mit einer besonderen Polyharnstoffseife verdickt wird. Die hochwertigen Bestandteile verleihen ihm eine außergewöhnliche thermische und mechanische Stabilität.
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Bezeichnung

HEVOLIT PHS 460-2
Grundöl / Chemischer Aufbau
Syntheseölgemisch
Polyharnstoff
bei +40°C 460mm²/s
+100°C 44mm²/s
Gebrauchstemperatur -30°C bis +200°C / +230°CEigenschaften

Vollsynthetisches Hochtemperatur Langzeitschmierfett für tribologisch extrem beanspruchte Wälz- und Gleitlager, hervorragendes Haft- und Abdichtverhalten, optimaler Schutz vor Korrosion, Oxidation, Alterung und Verschleiß.
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Bezeichnung

HEVOLIT PHS 440-3
Grundöl / Chemischer Aufbau
Spezielles Esteröl
Polyharnstoff
bei +40C 440²/s
+100°C 36mm²/s
Gebrauchstemperatur -20°C bis +200°C / +220°CEigenschaften

HEVOLIT PHS 440-3 ist ein sehr stabiles Hochtemperatur-Langzeitschmierfett für tribologisch hochbelastete Bauteile. Die Basis bildet ein spezielles hochviskoses Grundöl, welches mit einer besonderen Polyharnstoffseife verdickt wird. Die hochwertigen Bestandteile verleihen ihm eine außergewöhnliche thermische und mechanische Stabilität.
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Bezeichnung

HEVOLIT HBL 400-2
Grundöl / Chemischer Aufbau
PFPE
PTFE
Polyharnstoff
Esteröl
bei +40°C 400mm²/s
+100°C 32mm²/s
Gebrauchstemperatur -30°C bis +200°C / +220°CEigenschaften

HEVOLIT HBL 400-2 ist ein Hochtemperaturschmierfett auf Basis einer speziellen Syntheseölmischung mit hoher Viskosität. Das Verdickersystem besteht aus einer Kombination eines speziellen Harnstoffs und mikronisiertes Polytetrafluorethylen. In einem besonderen Herstellungsverfahren werden die hochwertigen Bestandteile aus Perfluorpolyetheröl, Esteröl, Harnstoff und PTFE mit einer abgestimmten Additiv-Technologie homogenisiert. Dadurch erhält HEVOLIT HBL 400-2 eine hohe Ölbindung unter thermischer Belastung in Verbindung einer herausragenden thermischen Stabilität. So können Nachschmierintervalle auch oberhalb von kontinuierlichen Betriebstemperaturen von mehr als +160 °C bis max. +220 °C deutlich verlängert werden. Die um ca. 1/3 geringere Dichte im Vergleich zu unseren vollfluorierten LUBRIFLUOR® PFPE-Schmierfetten leistet einen Beitrag zur Kostenreduzierung durch eine hohe Mengenergiebigkeit.
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Bezeichnung

HEVOLIT HBL 100-2
Grundöl / Chemischer Aufbau
PFPE
PTFE
Polyharnstoff
Esteröl
bei +40°C 120mm²/s
+100°C 20mm²/s
Gebrauchstemperatur -40°C bis + 180°C / +200°CEigenschaften

HEVOLIT HBL 100-2 ist ein Hochtemperaturschmierfett auf Basis einer speziellen Syntheseölmischung mit mittlerer Viskosität. Das Verdickersystem besteht aus einer Kombination eines speziellen Harnstoffs und mikronisiertes Polytetrafluorethylen. In einem besonderen Herstellungsverfahren werden die hochwertigen Bestandteile aus Perfluorpolyetheröl, Esteröl, Harnstoff und PTFE mit einer abgestimmten Additiv-Technologie homogenisiert. Dadurch erhält HEVOLIT HBL 100-2 eine hohe Ölbindung unter thermischer Belastung in Verbindung einer herausragenden thermischen Stabilität. So können Nachschmierintervalle auch bei wechselnder Temperaturbelastung von -40 °C bis max. +200 °C und hoher Laufgeschwindigkeit deutlich verlängert werden. Die um ca. 1/3 geringere Dichte im Vergleich zu unseren vollfluorierten LUBRIFLUOR® PFPE-Schmierfetten leistet einen Beitrag zur Kostenreduzierung durch eine hohe Mengenergiebigkeit.
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Bezeichnung

HEVOLIT DHS 80-23
Grundöl / Chemischer Aufbau
Syntheseöl
Mineralöl
Di-Harnstoff
bei +40°C 80mm²/s
bei +100°C 10mm²/s
Gebrauchstemperatur -40°C bis +160°C / +180°CEigenschaften

Leistungsstarkes Hochleistungsschmierfett zur Langzeitschmierung von Wälzlagern, Gleitlagern und Linearführungen, sowie anderen thermisch und mechanisch hoch beanspruchten Bauteilen, die in einem weiten Gebrauchstemperaturbereich betrieben werden.
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Bezeichnung

HEVOLIT DHS 100-2
Grundöl / Chemischer Aufbau
Syntheseöl
Di-Harnstoff
bei +40°C 100mm²/s
+100°C 13mm²/s
Gebrauchstemperatur -40°C bis +180°C / +200°CEigenschaften

Strahlungsbeständiges Hochtemperaturschmierfett mit sehr langer Gebrauchsdauer. Die herausragend thermisch stabile Molekülkette des Schmierfilms ermöglicht lange Laufzeiten. Zur Langzeit- oder Lebensdauerschsmierung von Wälzlagern, Gleitlagern und Führungen, sowie anderen Bauteilen, die in Anwendungen thermisch oder physikalisch extrem beansprucht werden.
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Schmierfette | Hochtemperaturfett | Temperaturen über 220°C

ProduktLebens­mittel­iconGrundöl / Chemischer AufbauKenndatenEigenschaften
Bezeichnung

HEVOLIT PE 280-2
Grundöl / Chemischer Aufbau
PFPE
PTFE
bei +40°C 420mm²/s
+100°C 41mm²/s
Gebrauchstemperatur -25°C bis + 260°C / +290°CEigenschaften

HEVOLIT PE 280-2 geht eine besondere Verbindung mit Oberflächen ein und gewährleistet optimale Schmierleistungen bei höchsten Temperaturen. Es bietet eine niedrige innere Reibung und Verdampfungsrate über einen weiten Temperaturbereich hinweg sowie ein enormes Lasttragevermögen. HEVOLIT PE 280-2 ist beständig gegenüber Wasser, aggressiven Medien und fast allen Lösungsmitteln. Seine spezielle Performance ermöglicht vielfältige Einsatzmöglichkeiten. HEVOLIT PE 280-2 eignet sich hervorragend für physikalisch stark beeinflusste Anwendungen bei gleichzeitig gegebener Langzeit- oder Lebensdauerschmierung. Die Bauteile der Industrie und OEMs sind optimal vor Verschleiß oder vorzeitigem Ausfall geschützt.
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Bezeichnung

HEVOLIT FHT-OM 250
Grundöl / Chemischer Aufbau
PFPE
Metallfreier Spezialverdicker
260mm²/s
Gebrauchstemperatur -30°C bis +250°C / +280°CEigenschaften

Neuentwickeltes, feststofffreies PFPE Langzeit- oder Lebensdauerschmierung für höchste Temperaturen und Belastungen. Optimaler Schutz vor Korrosion und Verschleiß über den gesamten Temperaturbereich. Exzellente Kunststoff- und Elastomerverträglichkeit.
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Bezeichnung

HEVOLIT FHT 250
Grundöl / Chemischer Aufbau
PFPE
Lithiumspezialseife
250mm²/s
Gebrauchstemperatur -30°C bis +250°C / +280°CEigenschaften

Feststofffreies PFPE Langzeit-Schmierfett für mechanisch und thermisch extrem beanspruchte Bauteile mit neutralem Verhalten gegenüber Kunstsoffen und Elstomeren.
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Wenn Wälzlager thermisch an ihre Grenzen kommen

Bauteile und Baugruppen werden in modernen Maschinen und Anlagen zunehmend hohen tribologischen Belastungen ausgesetzt. Kompaktere Bauformen, höhere Lagerdrehzahlen, längere Laufzeiten und steigende Betriebstemperaturen erhöhen die Anforderungen an die eingesetzten Schmierstoffe erheblich. Hinzu kommen betriebsbedingte Einflüsse wie Druck, Vibrationen oder der Kontakt mit aggressiven Medien. Konventionelle Schmierfette können dabei schnell an ihre Leistungsgrenzen geraten – mit erhöhtem Nachschmierbedarf, verkürzten Wartungsintervallen und im schlimmsten Fall ungeplanten Produktionsausfällen.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Temperaturbelastung im Wälzlager. Bereits durch innere Reibung und Selbsterwärmung liegt die Temperaturspanne eines Lagers in der Regel bei etwa +35 °C bis +75 °C. Durch äußere thermische Einflüsse können die tatsächlichen Betriebstemperaturen jedoch deutlich höher ausfallen. Während beispielsweise in der Automobilindustrie Schmierstoffe für Temperaturbereiche von etwa -40 °C bis +160 °C gefordert sein können, treten bei Einbrennvorgängen in Lackieranlagen oder bei Produktionsprozessen in der Glas- und Stahlindustrie dauerhaft Temperaturen von mehr als +200 °C auf.

Für eine zuverlässige Schmierung ist deshalb nicht allein die tatsächliche Betriebstemperatur entscheidend. Bei der Auswahl des Hochtemperaturfettes sollte eine thermische Reserve von ca. 50 °C zur tatsächlichen oberen Betriebstemperatur berücksichtigt werden. Sie trägt wesentlich dazu bei, eine angemessene Fettgebrauchsdauer zu erreichen und ermöglicht – abhängig von Anwendung und Betriebsbedingungen – lange Nachschmierintervalle bis hin zur Langzeit- oder Lebensdauerschmierung (For-Life).

Die Expertise von Völkel

Damit Maschinenelemente, wie zum Beispiel Wälzlager, Gleitlager, Linearführungen oder Ketten während Ihrer Lebensdauer konstante Leistungen erbringen können, ist eine funktionierende Schmierung durch Schmierfette eine unabdingbare Voraussetzung. Genau hierin liegt der Ansatz unserer Entwicklungen. Wir betrachten es als unsere Aufgabe, Schmierkonzepte unter Berücksichtigung aller Betriebseinflüsse und Umgebungsbedingungen passgenau auf die Bauteilart und deren Dimensionierung abzustimmen. Deshalb empfehlen wir ganz klar, bei hohen Temperaturen die Schmierung nur mit speziellen Hochtemperaturfetten (oder Ölen).

Gebrauchstemperaturbereiche unserer Hochtemperaturschmierfette

Das richtige Hochtemperaturfett auswählen

Im Rahmen unserer Beratungstätigkeit werden wir häufig zu vorliegenden Schmierstoffproblemen zu Rate gezogen. Die zumeist relativ hohen Angaben zu den Tropfpunkten auf den technischen Datenblättern führen Verantwortliche immer wieder zu Irritationen.

Der Tropfpunkt ist keine maximale Betriebstemperatur

Der Tropfpunkt dient in erster Linie der Qualitätskontrolle bei der Herstellung eines Schmierfettes. Er zeigt an, bei welcher Temperatur der Verdicker unter definierten Testbedingungen seine Fähigkeit verliert, das Grundöl in seiner Struktur zu halten. Als direkter Indikator für die thermische Leistungsfähigkeit eines Schmierfettes ist er dagegen nur bedingt geeignet. Dennoch ist es noch immer verbreitet, von der Tropfpunkttemperatur einen pauschalen Wert abzuziehen und daraus die maximale Betriebstemperatur eines Schmierfettes abzuleiten. Dieses Vorgehen liefert jedoch keine zuverlässige Aussage über das tatsächliche Verhalten im Betrieb.

Entscheidend ist die Leistung unter realistischen Bedingungen

Ein zuverlässiger Weg zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit der Schmierfette bei hohen Betriebstemperaturen sind genormte Wälzlagerfett-Prüfgeräte für Hochtemperatur-Schmierfette. Derartige Tests werden unter verschärften Betriebsbedingungen durchgeführt, um den Alterungsprozess der Schmierfette zu beschleunigen. Die Schmierfähigkeit bei hohen Temperaturen wird u. a. dadurch eingeschränkt, dass es sich aufgrund der Oxidation von Verdicker und Grundöl zersetzt bzw. aufgrund von Ölabscheidung und – verdampfung Grundöl verloren geht. Allgemein sind diese dynamischen Ermittlungen des Leistungsvermögens eines Schmierfettes bei hohen Temperaturen praxisbezogener und realistischer als Angaben auf Grundlage des Tropfpunktes.

Prüfergebnisse helfen bei der Festlegung von Nachschmierintervallen

Die Ergebnisse solcher Hochtemperaturprüfungen geben nicht nur Aufschluss über die thermische Leistungsfähigkeit eines Schmierfettes. Sie können außerdem wichtige Hinweise auf erforderliche Nachschmierintervalle liefern. So lässt sich besser einschätzen, wie lange ein Schmierfett unter definierten thermischen Belastungen seine Funktion zuverlässig erfüllt und wann eine Nachschmierung erforderlich wird.

Die Lebensdauer wird unter definierten Bedingungen ermittelt

Bei entsprechenden Prüfverfahren werden mehrere identische Wälzlager parallel betrieben. Aus den ermittelten Laufzeiten bis zum Ausfall lässt sich mithilfe der Weibull-Statistik beispielsweise die L50-Lebensdauer bestimmen. Sie bezeichnet die Laufzeit, bei der unter den gewählten Prüfbedingungen mit dem Ausfall von 50 % der Lager zu rechnen ist.

Prüfverfahren für Hochtemperaturfette

Für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Schmierfetten bei hohen Temperaturen stehen verschiedene standardisierte Prüfverfahren zur Verfügung. Sie unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich Lagerbauart, Drehzahl, Belastung und Bewertungskriterien.

ASTM D3336 – „Spindle Life“ oder „Pope“-Test

Bei der ASTM-Methode D3336 laufen fünf 6204-Kugellager bei 10.000 U/min üblicherweise in einem Zyklus von 20 Stunden Betrieb und vier Stunden Stillstand. Der Ausfall des Schmierfettes wird anhand von Temperaturabweichungen oder einem übermäßigen Anstieg des Lagerdrehmoments festgestellt. Das Verfahren ermöglicht damit eine Beurteilung der Gebrauchsdauer eines Schmierfettes unter definierten Hochtemperaturbedingungen.

SKF RO+ – flexible Prüfung unter Dauerbetrieb 

Beim Test nach SKF R0F+ laufen zwei 6204 Testkugellager in jeder der 5 Testvorrichtungen im Dauerbetrieb. Der Ausfall des Schmierfetts wird durch Temperaturabweichungen des Lagers festgestellt. Der Test nach SKF R0F+ ist flexibel. Drehzahl sowie Last können variieren, typisch sind jedoch 10.000 U/min bei niedriger Last. Die obere Einsatztemperatur bei Dauerbetrieb eines Schmierfetts wird normalerweise anhand der höchsten Temperatur bestimmt, bei der die L50-Lebensdauer 1.000 Stunden überschreitet.

DIN 51821 – FE9-Prüfung

Beim DIN 51821, der FE9-Prüfung werden 7206B Axial-Schrägkugellager verwendet, die in einem der drei Standardmodi laufen können. Methode A, bei der beiderseits offene Lager mit 2 ml Fett gefüllt werden, laufen normalerweise mit 6.000 U/min und einer Axiallast von 1.500 N, um die Leistungsfähigkeit eines Schmierfetts unter hohen Temperaturen zu bestimmen. Der Ausfall des Schmierfetts wird durch einen Anstieg des Lagerdrehmoments bestimmt, der sich im Anstieg der Leistung des Antriebsmotors zeigt. Gemäß DIN 51825, Klassifizierungssystem für Schmierfette, ist die Höchsttemperatur für ein Schmierfett als die Temperatur definiert, bei der eine L50-Lebensdauer von 100 Stunden erreicht wird.

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